
KÜNSTLER
Franz Beer »von Blaichten« (1660-1726), Architekt; nach seiner Lehre bei Michael Thumb (um 1640-1690) avancierte er schnell zum meistbeschäftigten Vorarlberger Barockbaumeister; war u. a. an den Kirchen- bzw. Klosterbauten in Obermarchtal, Zwiefalten, Salem, Holzen, Weißenau, Rheinau, Weingarten und Kaisheim beteiligt.
Johann Bergmüller (1657-nach 1732), Vater des Malers Joh. Georg Bergmüller (1688-1762); Schreiner mit Schwerpunkt Altarbau; florierende Werkstatt in Türkheim (Kr.Unterallgäu); mehrfach Zusammenarbeit mit Ignaz Hillenbrand (s. unten).
Franz Anton E(h)rler (um 1695-1745), Maler; gilt als Schüler von Franz Joseph Spiegler (1691-1757); wohnhaft in Ottobeuren; das dortige Benediktinerkloster war sein wichtigster Auftraggeber; außerdem engagierten ihn die Grafen Waldburg für Wolfegg und Kißlegg.
Joseph Wolfgang Fesenmayr (1680-1721), Silberarbeiter; Mitglied einer der bedeutendsten Goldschmiedefamilien in Augsburg; lediglich fünf liturgische Geräte mit seinem Meisterzeichen sind bekannt, eines davon ist die Irseer Monstranz.
Balthasar Freiwiß ( 1783), Orgelbauer; lernte bei Joseph Gabler (1700-1771) in Ochsenhausen; von den wenigen bekannten Freiwiß-Orgeln (Rottenbuch, Ebenhofen, Oberammergau) blieb nur die Irseer in ihrer Originalsubstanz fast vollständig erhalten und wird vor allem ihrer Flötenstimmen wegen gerühmt.
Ignaz Hillenbrand (um 1690-1772), Bildhauer, seit 1717 in Türkheim; arbeitete eng mit der Kunstschreinerfamilie Bergmüller zusammen (s. oben). Werke in zahlreichen Kirchen Mittelschwabens, u. a. in Bertoldshofen und Kißlegg.
Francesco Marazzi (um 1670-1724), Stukkator, gebürtiger Tessiner, brachte es nach seiner Lehre bei G. P. Brenno bis zum kurbayerischen Hofstukkator. Die lange Liste seiner Werke reicht von München, Schloß Nymphenburg, über die Klöster Weißenau, Ettal und Ottobeuren bis zur Münchener Theatinerkirche.
Fr.Magnus Remy (1674-1734), Maler; Ausbildung bei J. A. Wolff (1652-1716) in München, danach Aufenthalte in Venedig und Rom; trat 1699 in das Kloster Irsee ein. Neben der umfangreichen Tätigkeit für den eigenen Konvent arbeitete er z. B. auch in Ottobeuren und Kaufbeuren.
Franz Schmuzer (1676-1741), Sohn des Wessobrunner Stukkators u. Architekten Johann Schmuzer (1642-1701); Stukkator und Altarbauer; seine bekanntesten Arbeiten sind die Dekorationen in Weingarten, Weißenau, Rheinau, Bellelay und St.Urban in der Schweiz.
Joseph Schmuzer (1683-1754), Bruder des vorigen; Stukkator und Architekt aus Wessobrunn; seine Doppelbegabung dokumentieren z. B. die Kirchen in Donauwörth, Hl. Kreuz, Rottenbuch und Oberammergau sowie (nicht ausgeführte) Entwürfe für die Klosterkirche Ottobeuren.
P.Magnus Schwarz (1649-1713), 1667 Profess im Benediktinerkloster Ottobeuren; war begehrt für »Stickharbeyth und Fassung hayliger Reliquien«; arbeitete für Holzen, St.Ulrich u. Afra in Augsburg, Ochsenhausen, Kempten, Obermarchtal und Irsee.
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