Der Schulacker

Seit einigen Jahren bewirtschaften wir einen ca. 3000 qm großen Acker nach den Richtlinien des "ökologischen Landbaus". Unser Acker liegt in der Dorfmitte, in unmittelbarer Schulnähe auf einem Grundstück, das zum "Schwäbischen Bildungszentrum" gehört. Mitten durch den Acker führt ein Spazierweg, der von Dorfbewohnern und Gästen gerne genutzt wird.

 

Die Kinder säen, pflegen und ernten im Klassenverband oder in der AG Schulacker. Die Maschinenarbeit wird ehrenamtlich von Eltern erledigt, das Saatgut finanzieren die Gemeinde und der Bund Naturschutz. Neben verschiedenen Getreidearten (Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Mais sowie die schon fast vergessenen Arten wie Einkorn und Emmer) wachsen dort auch Sonnenblumen, Lein, Zuckerrüben, Kartoffeln, Hopfen und jede Menge wertvoller und schöner Ackerwildkräuter.

 

Ein Acker, auf dem Projekte wachsen – jedes Jahr ein anderes!

Jedes Jahr steht unsere Ackerarbeit unter einem neuen Motto und ist Ausgangspunkt für Projekte, die sich meist bis in den Spätherbst hinziehen wie z.B. "Die Kartoffel, eine tolle Knolle",  "Vom Korn zum Brot" oder "Der Stoff, aus dem die Kleider sind".

Am Ende des Projektes steht fast immer ein Fest, das dann alle Klassen gemeinsam feiern, ein Essen, eine Ausstellung oder ein Buch.

Hier eine kleine Bildergalerie:

Ackerbau-Lehrpfad

Im Laufe der Jahre ist auf unserem Schulacker ein recht umfassender Lehrpfad entstanden. Auf kleinen Schautafeln haben Kinder wesentliche Nutzpflanzen des Ackers gemalt und Wissenwertes dazu geschrieben. Auch die Geschichte der Kartoffel, die Bedeutung von Mais, Kürbis und Sonnenblumen für das Leben der Indianer und die Verarbeitung von Lein aus dem "Blauen Allgäu" kann dort nachgelesen werden.

Gerne besuchen uns Schulklassen aus den Nachbarortenorten und lösen mit Hilfe unserer Schautafeln eines der vielen Rätsel. Auch Dorfbewohner und Gäste nutzen den Spazierweg durch den Acker.

 

"Literarischer" Lehrpfad

Seit einigen Jahren begegnet der Besucher auf unserem Schulacker auch Tafeln mit Gedichten von Josef Guggenmos. So entdeckt er bald den "Kartoffelkäfer", ein "Vorüberlein", den "Weberknecht" und natürlich auch "Sieben kecke Schnirkelschnecken".

Vieles, was es auf unserem Schulacker zu sehen gibt, hat auch Josef Guggenmos in seinen Gedichten beschrieben. Sie wurden von den Kindern abgeschrieben, liebevoll gestaltet und laden zu einem literarischen Rundgang ein.