Was tun in Irsee?

Entdecken Sie das kleine Allgäu-Dorf mit dem großen Progamm ... Neben den vielen Freizeitmöglichkeiten rund ums Jahr bieten sich vor allem auch die Besichtigung der barocken Irseer Klosterkirche oder der Friedhofskirche St. Stephan im "Oberen Dorf" an. Der Irseer Anstaltsfriedhof hinter der Klosterkirche ist ebenso sehenswert, denn er ist heute wieder als würdige, sinnlich erfahrbare Stätte präsent und trägt mit dem "Euthanasie"-Mahnmal und der

Gedenkstätte im ehemaligen Leichenhaus der Heil- und Pflegeanstalt Irsee in hohem Maße dazu bei, die Erinnerung an die Opfer der NS-"Euthanasie" dauerhaft zu bewahren. Freuen Sie sich beim Spaziergang durch den nahegelegenen Klosterwald auch über den Klosterweiher mit Ponton und Insektenhotel, das Bienenhaus oder den wasserspeienden Drachen des Irseer Künstlers Peter R. Müller.

Besichtigung der Klosterkirche

Die barocke Klosterkirche ist tagsüber für Besucher geöffnet. Führungen nur unter Voranmeldung beim Katholischen Pfarramt Irsee. Bitte beachten Sie, dass das Schwäbische Bildungszentrum im Kloster Irsee ebenfalls nur nach Voranmeldung besichtigt werden kann. Auskünfte hierüber erfragen Sie bitte dort. Ein detaillierter Kirchenführer ist im Eingangsbereich der Klosterkirche erhältlich.

Beachten Sie auch die "Stolpersteine" direkt vor der Kirche, die zur Erinnerung an die "Euthanasie"-Morde zur Zeit des Nationalsozialismus 2009 und 2015 dort verlegt wurden. Sie stehen stellvertretend für die 2000 in Irsee ermordeten Männer, Frauen und Kinder.

Besichtigung von St. Stephan

Die Friedhofskirche St. Stephan, das älteste Gebäude von Irsee, ist für Besucher tagsüber geöffnet. Ein ausführlicher Kirchenführer (am Eingangsbereich zu entnehmen) informiert über die Geschichte des Ortes und des Gotteshauses. Weitere Informationen finden Sie hier.

Tipp Ihren Besuch: Laufen Sie vom Parkplatz am Bürgerhaus (Meinrad-Spieß-Platz) entlang der Hauptstraße (Marktstraße) in Richtung Kirche (links oben am Berg). Vorbei an einem kleinen Entenweiher führt links ein Fußweg über die "Himmelsleiter"direkt zur Kirche. Von der Friedhofsmauer haben Sie einen fantastischen Blick auf die Klosterkirche und – je nach Wetterlage – bis weit hinein ins Wertachtal.

Besuch des Brauereimuseums

Zuschauen beim Bierbrauen. Im Brauereimuseum verschwimmen die Grenzen zwischen einst und heute. Vom Museum aus hat der Besucher direkten Blick in das Sudhaus mit seinen typischen Kupferkesseln. Unmittelbar daneben sieht man die Zeugnisse vergangener Tage: Maschinen, Inventar und Dokumente, Biergläser und Krüge.

Geöffnet täglich von 9–19 Uhr. Organisierte Führungen für 10–45 Personen: nach telefonischer Voranmeldung unter Telefon 08341/432260 oder an der Rezeption im Braugasthof (Dauer ca. 1,5 Stunden).

Bierprobe in der Brauhausgalerie zum Preis von 5 € p.P. Anmeldung unter Telefon 08341/432200.

Kunst + Kultur Pfad

Über 600 Jahre lebten Benediktinermönche im örtlichen Kloster und haben das Ortsbild von Irsee maßgeblich geprägt. Der 2015 eingeweihte Kunst- und Kulturpfad führt zu den bedeutendsten Plätzen und erzählt über die Geschichte von Kloster und Dorf. Zeitgenössische Kunstobjekte säumen dabei den Weg.

Der Ortsrundgang mit 17 Infotafeln führt vom Meinrad-Spieß-Platz (Gemeindehaus) hinauf zum Ursprung von Irsee – dem "Oberen Dorf". Ein Panoramablick hinunter ins Wertachtal und auf das Kloster belohnen den Aufstieg. Für die gesamte Wegstrecke benötigt man rund 1,5 Stunden (64 Höhenmeter).