Kunst + Kultur Pfad

Über 600 Jahre lebten Benediktinermönche im örtlichen Kloster und haben das Ortsbild von Irsee maßgeblich geprägt. Der Kunst + Kultur Pfad führt zu den bedeutendsten Plätzen und erzählt über die Geschichte von Kloster und Dorf. Zeitgenössische Kunstobjekte säumen dabei den Weg. Der Ortsrundgang mit 17 Infotafeln geht vom Meinrad-Spieß-Platz (Bürgerhaus) hinauf zum Ursprung von Irsee – dem "Oberen Dorf". Ein Panoramablick hinunter ins Wertachtal und auf das Kloster lohnen den Aufstieg. Für die gesamte Wegstrecke benötigt man rund 1,5 Stunden (64 Höhenmeter).

Roman Harasymiw, 2015

 

Der 1683 in Honsolgen bei Buchloe geborene Meinrad Spieß arbeitete als bedeutender Komponist, Musiktheoretiker und Prior im Kloster Irsee. Die interaktive und bewegliche Klangskulptur aus Edelstahl soll an den herausragenden Benediktiner erinnern.

Christian Rudolpf, 2008

 

Die geschweißte Bronzeplastik wurde zum Abschluss der zwischen 1988 und 2008 erfolgten Dorferneuerung in Irsee aufgestellt. Die Arbeit versinnbildlicht die dynamische Umgestaltung des Ortes, aber auch die Verschmelzung von Altem und Neuem.

Peter Zeiler, 2009

 

Schnitt der Figuren aus Blech und Bemalung mit Lack. Die Tradition des Maibaums ist bereits in keltischer Zeit als Symbol der Fruchtbarkeit belegt. Im Mittelalter zur Darstellung der Zünfte. Heute ist der Maibaum ein Zeichen von Selbstbewusstsein und Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft.

Peter R. Müller, 2013

 

Die Stahlplastik, eine Figurengruppe aus vier Mensch-Tier-Wesen, ist der auch in Irsee nachgewiesenem keltischen Kultur entnommen. Einerseits steht der Hirsch für eine keltische Gottheit, andererseits ist die Figurengrupee im übertragenen Sinn als Dorfgemeinschaft zu verstehen.

Roman Reitzer, 2012

 

Die geschweißte und geschmiedete Stahlplastik erinnert an Graf Heinrich von Ursin-Ronsberg. Er entstammte einem seit dem 11. Jahrhundert in Irsee nachgewiesenen Adelsgeschlecht und wurde 1182 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa zum Marktgraf ernannt. Im gleichen Jahr stiftete er das Kloster Irsee.

Christine Koch, 1992/2001

 

Carrara Marmor – zwischen Meer und Gebirge entstanden, im Geist der Erde nach Lebensprinzipien suchend, führt mich das Werdende ins Kommende.

Heimat gestalten


2011 rief die Marktgemeinde Irsee die "Kunst- und KulturWERKSTATT" ins Leben, um Kunst im öffentlichen Raum zu schaffen und dabei die Geschichte Irsees in Szene zu setzen. In vierjähriger Arbeit entstand unter Federführung einer Gruppe von ehrenamtlich tätigen Bürgern der Kunst + Kultur Pfad. Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums.