"Innen statt Außen"

Wie sieht Irsee in 10 Jahren aus? Unschöne Baulücken und leerstehende Gebäude in den einstigen historischen Dorfzentren (Bereich Mühlstraße, Von Bannwarth-Straße, Oberes Dorf), kaum mehr Treffpunkte für Jung und Alt, keine Nahversorgung, kränkelnde Gasthäuser und die Kleinkunstbühne geschlossen. Das soll unbedingt verhindert werden.

 

Fördergelder vom Staat

Deshalb beteiligt sich die Gemeinde am Förderprogramm "Erhebung der Innenentwicklungspotentiale" (kurz: „Innen statt Außen“) des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Mit  großzügigen Fördergeldern des Freistaats und der aktiven Beteiligung möglichst vieler Irseer und Irseerinnen soll das Dorf lebendig bleiben, die Dorfmitten sollen sich weiter mit Leben füllen, in ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäuden soll Wohnraum für Jung und Alt entstehen.

 

Coronabedingt konnten die geplanten Bürgerinformationsveranstaltung und Stammtische nicht wie geplant stattfinden. Deshalb hat das beauftragte Planungsbüro „Orte gestalten“ aus München zur Einstimmung bereits einige Irseer vor die Kamera gelockt und kleine Filme gedreht.

 

Bürgerstammtisch 1→ Hier die Ergebnisse.

Wer beim nächsten Bürgerstammtisch dabei sein möcht, meldet sich bitte bei der Gemeindeverwaltung (Frau Lachenmayer).

"Leuchtturmprojekt"

Als sogenanntes "Leuchtturm­projekt" soll der Meinrad-Spieß-Platz umgestaltet und ein drittes Gebäude errichtet werden. Über die Nutzung des Gebäudes soll erst in einem zweiten Schritt beraten werden. Bislang sind Unterkünfte für Senioren (Kleine Wohnungen oder evtl. eine Pflegewohngemeinschaft) und eine Ladenfläche im Gespräch. Ziel ist es, den Platz aufzuwerten und zur neuen Dorfmitte zu entwickeln wie es bereits zu Zeiten der Dorferneuerung vor 25 Jahren geplant war. Sogar an eine Öffnung des Platzes in Richtung Kloster oder die Verlegung der Bushaltestelle vom Kriegerdenkmal zum Meinrad-Spieß-Platz ist gedacht. Veranstaltungen auf dem Platz sollen aber nach wie vor möglich sein.

 

Nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderates wurde zunächst eine Testplanung in Auftrag gegeben, die spätestens bis Dezember vorliegen soll. Denn nur wenn die Gemeinde ein eigenes Projekt tatsächlich in Angriff nimmt fließen entsprechende Fördergelder – auch für von Privat geplante Umnutzungen leerstehender Gebäude. Im Januar 2021 will der Gemeinderat über das Vorhaben entscheiden. Zuvor soll eine Diskussion in der Bürgerschaft stattfinden.

 

Aktuelle Informationen zum Innenentwicklungskonzept der Marktgemeinde finden Sie  → hier

01 // Die Planerinnen

Die Architektinnen Nadja Häupl und Stefanie Seeholzer vom Planungsbüro Orte gestalten stellen sich vor.

→ www.ortegestalten.de

02 // Warum „Innen statt Außen“?

Bürgermeister Andreas Lieb will das Leben im historischen Dorfkern zurückgewinnen und erläutert die Herausforderungen für den Markt Irsee.

03 // Welche Förderung gibt es?

Christian Kreye, Leiter des Amtes für ländliche Entwicklung Schwaben spricht über die Fördermöglichkeiten auch für private Projekte.

04 // Kein Dorf ohne Gasthof

David Frick, Geschäftsführer der Irseer Klosterbrauerei will Menschen zusammenbringen und wünscht sich „gelebte Bierkultur“.

05 // Leerstand heißt Stillstand

Gemeinderat Hartmut Bauer ist überzeugt, dass vom Förderprogramm viele Irseer profitieren und setzt auf bürgerschaftliches Engagement.

06 // Vielfalt ist wichtig

Volker Koneberg, Inhaber der Bäckerei Koneberg, schätzt die Vielfalt und hofft auf mehr Kleingewerbe, Dienstleister, z. B. im medizinischen Bereich, und Freiberufler.

07 // Was will die Jugend?

Die Schülerinnen Eva Eberle und Lara Skripalle vermissen den Altbau und auch andere Treffpunkte im Dorf wie z. B. einen öffentlichen Grillplatz.

08 // Leben mit der Natur

Gemeinderätin Inge Lechner will Grün- und Freiflächen erhalten und hofft im Ortskern auf mehr bezahlbaren Wohnraum für Jung und Alt.

09 // Treffpunkte sind wichtig

2. Bürgermeister Bertram Sellner beschreibt die Bedeutung der unterschiedlichen Treffpunkte im Dorf und welche Ziel die Gemeinde verfolgt.

10 // Keine Stilbrüche

Gemeinderat Karlheinz Sobek sieht keine Chance mehr für die Landwirtschaft im Dorf und hofft auf vielfältige Nutzung der leerstehenden Gebäude.

11 // Anreize durch Förderung

Gemeinderat Georg Heinle spricht über die Erfolge der Dorferneuerung und ist überzeugt, dass „Innen statt Außen“ neue Maßstäbe setzt.

12 // Irsee ist besonders

Die Vorsitzende des Biomarktvereins, Dr. Ursula Schuster, verweist auf die besondere Atmosphäre im Ortskern und die Bedeutung des Biomarkts.

13 // Den Ortskern beleben

Gemeinderat Martin Gedler wünscht den Ortskern rund um den Biomarkt zu beleben und das Gasthaus Zur Post wieder zu öffnen.

14 // Aufruf an die Irseer/innen

Bürgermeister Andreas Lieb lädt alle Irseer/innen ein, durch Partizipation aktiv mitzuwirken und zu entscheiden, was umgesetzt wird.